Wer UFC Undisputed 3 startet und seinen ersten Kampf bestreitet, wird direkt bei den Einmärschen der Kämpfer feststellen, dass die Grafik enorme Fortschritte gemacht hat. Besonders gut lässt sich das an den Haaren, den Gesichtszügen, den Cuts, Schwellungen und auch auch an den Tattoos der Kämpfer feststellen. Man spürt förmlich den großen Aufwand, welcher hier in die Detaildarstellung gesteckt worden ist. Denn selbst die kleinsten Schriftzüge auf der Haut lassen sich gut erkennen und wirken als würde man direkt vor dem Kämpfer stehen. Im Vergleich zu WWE '12, ebenfalls von THQ, merkt man einfach den technischen Fortschritt, den Undisputed hat. Ein weiterer Aspekt der neuen Präsentation des Spiels ist die neue Kamera. Von vielen nach den ersten Videos kritisch beäugt kann man all diejenigen beruhigen: Im Menü kann die klassische Kamera noch immer eingestellt werden. Doch wer wirklich richtig nah dran sein möchte, der kommt um die neue Kamera nicht herum. Man befindet sich so direkt im Octagon und kann förmlich den Schweiß der Athleten riechen. Es entsteht so bereits optisch ein völlig neues Spielgefühl.
Beim Thema Sound gibt man sich keine Blöße. Schläge klingen realistisch dumpf, wenn sie auf den Schädel eures Opfers krachen, während Legkicks, die auf die Oberschenkel treffen, durch die gesamte Arena schallen. Es macht einfach richtig Spaß, den Ton aufzudrehen und sich der Schlacht im Octagon vollkommen hinzugeben. Doch es kommt noch besser: Die Kommentatoren Joe Rogan und Mike Goldberg haben, wie vom Vorgänger gewohnt, immer einen lockeren Spruch parat und die hohe Qualität der Kommentare nimmt in diesem Jahr nicht ab. Natürlich, ein paar der Sätze kommen einem vielleicht noch aus älteren Versionen bekannt vor, doch Rogan und Goldberg waren mit Sicherheit wieder einige Stunden im Tonstudio und durften ihre berühmten Zeilen ins Mikrofon plaudern. Neu in UFC Undisputed 3 sind die ungewöhnlich lauten Jubelschreie der Fans. Hier wird der eigene Fighter nach einer grandiosen Leistung gefeiert wie ein Held, während bei einem langweiligen Kampf beide Kämpfer gnadenlos ausgebuht werden. Natürlich gehen Joe Rogan und Mike Goldberg auch hier jederzeit realistisch auf das Spielgeschehen ein.
Wichtig für den neuen Teil sind die Einmärsche der Kämpfer. Hier müssen die Fans des Realismus einen herben Dämpfer erleiden. Es gibt leider bis auf das Menü keine lizensierte Musik und auch dort ist sie nur spärlich vorhanden. Bei den Einmärschen der Athleten müsst ihr euch also mit unbekanntem Gedudel zufrieden geben, wobei das z.B. im Fall von Cain Velasquez relativ nah am Original ist. Einen weiteren Dämpfer gibt es leider auch für eure eigenen Fighter. Hier müsst ihr euch aus einer gewissen Zahl an vorbereiteten Musiktiteln den passenden Track für euren Fighter wählen. Es wäre doch schön gewesen, wenn man seine eigene Musik auswählen könnte, aber das Spiel ist ja nicht umsonst von THQ veröffentlicht und man braucht ja noch Features für den nächsten Teil.
Wer das erste mal Undisputed 3 startet, wird direkt eine Neuerung des Gameplays präsentiert bekommen. Die erste Frage, die das Spiel stellt, wird sein, ob man mit der Amateur- oder Profisteuerung seine Gegner bearbeiten möchte. "Wo liegt denn da der Unterschied?", werden sich viele fragen. Während die Profisteuerung die klassische, komplexe Steuerung, bekannt aus Undisputed und Undisputed 2010, beinhaltet, wird bei der Amateursteuerung jedem Anfänger der Einstieg ins Spiel erleichtert, indem die Positionswechsel im Spiel durch Anschnipsen des rechten Analogstick nach oben oder unten ausgeführt werden. Der Vorteil liegt hierbei klar auf der Hand: Neue Spieler werden von der komplexen Steuerung nicht überrumpelt und verlieren nicht so schnell das Interesse am Spiel und eben dies funktioniert auch wirklich außerordentlich gut. Anfänger kommen schnell in vorteilhafte Positionen oder haben die Möglichkeit, sich mit ein paar zeitlich gut abgestimmten Schnippsern aus gefährlichen Positionen zu befreien.
