6 Leser online
Du bist nicht angemeldet. Klicke hier, um dich anzumelden.

Test: Def Jam Fight for New York

Wenn man sich die deutschen Charts anschaut, wird man derzeit überwiegend eine Musikrichtung finden. Die Rede ist von Hip Hop. Der Sprechgesang ist beliebter denn je und so war es klar, dass es nach dem durchaus überzeugenden Def Jam Vendetta eine Fortsetzung geben musste. Gesagt getan, denn vor kurzem wurde mit Def Jam Fight for New York auf Xbox, Playstation2 und Gamecube der heiß erwartete Nachfolger released.

FFNY hat nahezu alles aus dem Vorgänger übernommen und so findet man sich auch schnell zurecht. Auch im Sequel gibt es wieder einen Storymode, der der Dreh und Angelpunkt des Spiels ist. Nur hier kann man sich Fighter erstellen, Matcharten, Kämpfer, Arenen und vieles mehr freischalten. Der Inhalt der Story ist recht einfach beschrieben. D-Mob wird von der Polizei festgenommen und in einem Polizeiwagen abgeführt. Plötzlich wird das Auto gerammt und somit rettet ihr D-Mob, der euch gleich in seine Gang aufnimmt. Wie der Titel schon sagt, geht es um die Herrschaft der Clubs in New York. Euer ärgster Widersacher Crow aka Snoop Dogg, steht kurz vor der Übernahme der von euch geführten Clubs, welches mit aller Macht verhindert werden muss. Nach einem kurzen Einführungskampf werdet ihr auch schon in den Ring bzw. in ein Areal geschickt, in dem ihr Crow´s Kämpfer dem Erdboden gleich machen müsst. Für jeden Sieg gibt es Development-Punkte, mit denen ihr die Eigenschaften eures Kämpfers aufwerten, einen neuen Kampfstil lernen oder neue Moves kaufen könnt. Insgesamt stehen 5 Kampfstile zur Auswahl, die jeweils verschiedene Moves beinhalten. Zur Auswahl stehen Wrestling, Submission, Martial Arts, Street Fighting und Kickboxen. Allerdings sollte man sich gut überlegen, welchen Kampfstil man erlernen will, denn man kann insgesamt "nur" 3 davon beherschen. Als erstes, sollte man sich jedoch um die Eigenschaften des Kämpfers kümmern, denn der Schwierigkeitsgrad ist anfangs ziemlich schwer. Im weiteren Verlauf des Games, wird man auch dem ein oder anderen Kämpfer begegenen, der schier unbezwingbar scheint. Aber wie heisst es doch so schön? Übung macht den Meister.

Die Qual der Wahl

Wenn man den Storymode komplett durchgespielt hat, kann man auf eine große Anzahl an Matcharten zurückgreifen. Die meisten Kämpfe haben allerdings mit dem im Fernseh gezeigten Wrestling nicht viel am Hut. Das Ziel der Matcharten ist unter anderem, seinen Kontrahenten vor eine einfahrende U-Bahn zu werfen, den Gegner aus einem Fenster zu stoßen oder ihn aus dem Ring zu befördern. Natürlich kann man bestimmte Matcharten auch modifizieren, so das mit bis zu 3 computergesteuerten Gegnern um den Sieg geprügelt werden kann. Während eines Matches, sollte man darauf achten, seine Attacken gekonnt einzusetzen, denn der Gegner reagiert auf die ausgeführten Aktionen. So kann man z.B. den Gegner im ersten Versuch mit Tritten und Schlägen auf den Boden befördern, bei darauffolgenden Angriffen, werden die Schläge mit großer Wahrscheinlichkeit geblockt. Generell sollte abwechslungsreich gekämpft werden, denn umso mehr Moves gezeigt werden, umso schneller steigt die Blazin Anzeige in die Höhe. Diese Anzeige sollte man immer im Auge behalten, da mit ihr der Blazin Mode aktiviert wird. Nur im Blazin Mode, kann einer der insgesamt 4 verfügbaren Specialmoves des Kämpfers ausgeführt werden. Dies führt nicht selten zum KO des Gegners und somit zum Sieg. Neben dem üblichen KO des Fighters steht noch eine andere Variante die zum Sieg führt bereit. Der Gegner kann auch zur Submission, also zur Aufgabe gezwungen werden. Aufgabegriffe haben allerdings nur die Kämpfer, die als Kampfstil Submission zur Verfügung haben. Wie auch bei Def Jam Vendetta, gibt es eine Submitanzeige, die bei jedem Aufgabegriff zeigt, wie sehr die Körperregion angeschlagen ist. Ist die Anzeige auf dem Nullpunkt gesunken, so ist der Kampf per Submission gewonnen. Je nachdem wie eindrucksvoll der Sieg war, umso mehr ihr die Zuschauer bzw. die Umgebung mit einbezogen habt, umso mehr Punkte bekommt ihr. Die Punkte münzen sich in bares Geld um, mit dem ihr euch eine neue Frisur zulegen, komplett neu einkleiden, Tattoos verpassen lassen oder euch im Schmuckladen aufstylen könnt. Wie heisst es doch so schön? Kleider machen Leute. Im New Yorker Underground ist dies nicht anders. Der der die teuersten Klamotten und die wertvollsten Klunker besitzt, ist auch am beliebtesten bei den Fans.

Das Auge ißt mit

In Sachen Grafik haben AKI ganze Arbeit geleistet. Mit Def Jam Fight for New York, wurde eins der derzeit grafisch ansprechendsten Beat em Up`s für die Xbox auf den Markt geworfen. Angefangen bei der Umgebung, die komplett interakitv ist, über die Zuschauer bis hin zu den kampfeslustigen Hynen. Jedes Tattoo, jedes noch so kleine Detail sieht einfach spitze aus und lässt keine Wünsche offen. Die Animationen gehen flüssig von statten und auch bei 4 Kämpfer auf dem Bildschirm ist zumindest auf der Xbox kein ruckeln zu spüren. Auch bei der Zerstörung von gewissen Gegenständen wie z.b. Autos oder Holzpaletten wurde geklotzt. Nahezu jeder Gegenstand in der Umgebung hat ein Schadensmodell. So verbeult sich z.B. die Autotür, Holzbarrieren zerbrechen, die Lichtanlage fällt aus, Glühbirnen zerplatzen, es wurde einfach an alles gedacht. Das einzige nennenswerte Manko in grafischer Hinsicht ist die Helligkeit bzw. die Dunkelheit im Spiel. Bei Kämpfen in der Nacht kann es schon mal vorkommen, das man Schwierigkeiten bekommt seinen Fighter zu erkennen. Das kann allerdings teilweise etwas an der ungenauen Kameraführung bei mehr als 2 Spielern führen. Oftmals ist die Sicht durch die Fans versperrt, besonders wenn man sich vor ihnen auf dem Boden krümmt. Da dies aber nicht allzu oft vorkommt, kann man getrost darüber hinwegsehen.

Method Man, Redman oder doch lieber OutKast?

Bei DJ FFNY gibt es mächtig was auf die Ohren. Alles was Rang und Namen in der Hip Hop Szene hat, wurde mit auf die DVD gepresst und wird während der Kämpfe oder im Menü zum Besten gegeben. OutKast, Method Man, Joe Budden, Busta Rhymes und viele weitere Artisten haben den Weg auf die runde Scheibe gefunden und können via Beatbox auch außerhalb des eigentlichen Games angehört werden. Insgesamt gibt es über 30 Songs die zur Auswahl stehen und für den Hip Hop Fan genügend Auswahl bieten. Natürlich sind die Songs nicht das einzige, das hier soundmäßig geboten wird. Jeder Kämpfer hat seine Originalstimme, die er vor dem Kampf und in der Story zum besten gibt. Während der Kämpfe wird man von ständigen Zwischenrufen über das Kampfgeschehen aufgeklärt und die Fans gröhlen bei jeder halsbrecherischen Aktion.

Gut, besser, Def Jam Fight for New York

Mit dem 2. Teil der Def Jam Reihe hat AKI dort angeknüpft, wo sie bei Def Jam Vendetta aufgehört haben. Die Grafik wurde nochmals verbessert, das Gameplay perfektioniert und der Storymode ist nun deutlich länger und abwechslungsreicher, was nicht zuletzt an der Aufstockung der Matcharten liegt. Sicherlich hat das Spiel auch ein paar Macken, die aber nicht unbedingt gravierend sind, um die Wertung nach unten zu ziehen. Anfangs ist es teilweise ein wenig schwer, aber mit ein wenig Übung, sind auch die schwersten Gegner zu packen. Insgesamt kann man ohne Bedenken sagen, das Def Jam Fight for New York das derzeit beste Prügelspiel mit Wrestlingelementen auf der Xbox ist.

Wertung: Def Jam Fight for New York
Hersteller Electronic Arts
Entwickler AKI
System PlayStation 2XBoxGameCube
Altersfreigabe Keine Jugendfreigabe
Umfang 40+ Kämpfer
Grafik
Sound
Gameplay
Singleplayer-Spielspaß
Multiplayer-Spielspaß
Pro
Gute Grafik -
Starkes Gameplay -
Viele Kämpfer -
Große Anzahl an Matcharten -
Contra
- Anfangs etwas schwer
- Teilweise schlechte Kameraführung
8.7/10
Def Jam zeigt, was die Xbox zu leisten im Stande ist. Super Grafik, starkes Gameplay und ein guter Storymode zeichnen Def Jam Fight for New York aus.
- Werbung -