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Test: Legends of Wrestling 2

Welcher Wrestling-Fan träumt nicht davon? Endlich mal mit seinem All Time Favorite in den Ring zu steigen. Nur wrestelt dieser leider nicht mehr und ist deshalb nicht mehr in aktuellen Wrestlinggames der WWE vertreten. Macht nichts, denn Acclaim schafft hier Abhilfe. Mit Legends of Wrestling 2 bringt Acclaim Entertainment das Sequel zum eher durchwachsenen Vorgänger Legends of Wrestling. Ob das Spiel nur ein billiges Update von LoW1 ist, oder ob man aus Fehlern gelernt hat, erfahrt ihr im folgenden Test.

Auswahl en mas

Beim Vorgänger haperte es vor allem an den spärlich vorhandenen Matcharten. Diese wurden noch Bei Legends of Wrestling 2 gehörig aufgestockt. Endlich kann man mit den Superstars wie Hulk Hogan, Bam Bam Bigelow, Scott Steiner oder Eddie Guerrero in Käfig- oder Leitermatchen seinen Mann stehen. Zu den regulären Matches, können auch noch spezielle Bedingungen hinzugefügt werden. So ist es möglich eine I Quit oder No Disqualification Regel einzufügen. Nicht nur bei den Matcharten ist für Abwechslung gesorgt, denn auch an den Legenden wurde nicht gespart. Insgesamt stehen über 70 Wrestler zur Verfügung, die jedem Wrestlingfan ein Begriff sein sollten.

Unterhaltung für die Massen

Wem die normalen Kämpfe zu langweilig sind, kann im Careermode eine Karriere starten und um den World Championgürtel kämpfen. Bevor der Titelkampf ins Haus steht, müssen, wie in Legends of Wrestling, verschiedene Divisions erobert werden. Erst wenn alle 5 Divisions erfolgreich beendet wurden, darf man sich den World Champion vorknöpfen. Die Divisions werden aber nicht durch stupides Gekloppe im Ring gewonnen, sondern die Zuschauer müssen unterhalten werden. Je spektakulärer der Matchverlauf, desto eher wartet der Divisionchampion, welcher sich allerdings nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lässt. Fühlt er sich bedroht, wird er es sich nicht nehmen lassen und in die Kämpfe eingreifen und versuchen deinen Sieg zu verhindern. Um den Careermode abwechslungsreicher zu gestallten, stehen 16 verschiedene Storylines mit verschiedenen Aufgaben zur Verfügung, die vor Beginn per Zufallsgenerator ausgewählt werden. Je nach Storyline muss der Tag Team Gürtel erungen oder die Matches auf brutale Art und Weise gewonnen werden. Der Careermode wurde natürlich nicht umsonst ins Spiel eingebaut, denn hier spielt man sich verschiedene Wrestler oder Arenen frei.

Kaum Veränderungen

Das Spielprinzip ist also nach wie vor das gleiche und auch am Gameplay hat sich nicht viel verändert. Die Steuerung ist nach wie vor für Einsteiger zu kompliziert, denn das ISP System (Intermediate Start Position) wurde beibehalten. Es ist also immernoch nötig den Gegner zu grappeln, eine Aktionstaste zu drücken um in eine Position zu kommen, in der dann der eigentliche Move per wiederholtem Knopfdruck ausgeführt wird. Auch die Blockorgien wurden nicht entfernt und so kann es vorkommen, das eine längere Zeit die Action im Ring zum Stillstand kommt, da entweder der Gegner oder der Spieler selbst, einen Move kontert. Desweiteren fällt auf, das die Gegner nach jedem Schlag, sei es mit der Faust oder mit einem Gegenstand, sofort wieder aufstehen. Lediglich wenn die "Stun-Anzeige" aufleuchtet, kann man sich eine kleine Verschnaufpause gönnen um die nachfolgenden Aktionen gezielt zu planen. Im Gameplay liegen eindeutig die Schwächen von Legends of Wrestling, die allerdings im Vorgänger auch schon vorhanden waren.

Einer der Kritikpunkte beim Vorgänger war unter anderem die Grafik. Diese wurde nun kräftig aufgepeppelt, was man an den detailierten Wrestlern und den flüssigen Animationen sehen kann. Auch das Hallendesign und die Entrances samt ihrer rasanten Kamerafahrten sehen sind nun xboxwürdig. Leider trüben die Zuschauer den positiven Eindruck der Grafik. In manchen Kameraeinstellungen sieht man förmlich das Gesicht der Zuschauer, welches allerdings nicht auf den Ring gerichtet ist, sondern auf die Zuschauerränge. Im Allgemeinen haben die Entwickler den Zuschauern nicht viel Zeit gewidmet, denn auch in Sachen Sound, gibt es kaum Verbesserungen zu Legends of Wrestling.

Die Fans zeigen kaum Emotionen und die Hintergrundmusik, die aus 3-4 Liedern besteht, wiederholt sich ständig. Wohl dem, der eine Xbox besitzt und sich die Hintergrundmusik selber via Festplatte zusammenstellen kann. Nicht nur als Hintergrundmusik können die eigenen Songs verwendet werden, sondern auch als Entrancetheme des eigens erstellten Wrestlers kann diese verwendet werden. Bei den vorgegebenen Kämpfer sind die Einzugsmusiken zum Großteil extra von Jimmy Hart komponiert worden, um Lizenzproblemen aus dem Weg zu gehen. Lediglich die Musik des bekanntesten Wrestlers aller Zeiten, die Rede ist von Hulk Hogan, wurde im Originalton auf die DVD gepresst.

Selbst ist der Mann

Wer keine Lust hat sich die Legenden zu erspielen, der kann sich im "Create a Legend" Mode auch seine eigene Legende erstellen. Hierbei kann man Größe, Gewicht, Aussehen, Moves, Entrancemusik und vieles mehr bestimmen. Von Kopf bis Fuß kann die kommende Legende bekleidet werden. Soll er ein langärmeliges T-Shirt tragen oder doch eine Jacke? Soll die Farbe Grün, Gelb oder Rot sein? Ales kann man hier selber bestimmen. Gut gelungen ist auch das "Create a Tattoo" Feature, bei dem ein individuelles Tattoo erstellt und überall am Körper platziert werden kann. Neben dem Aussehen des Wrestlers, kann natürlich auch das Moveset und die Entrcanemusik, welche wieder von der Xbox Festplatte ausgewählt werden kann, bestimmt werden.

Eine weitere Neuerung in Legends of Wrestling 2 ist der Shop, indem man die freigespielten Manager, Kleidung oder Cheats kaufen kann. Als Zahlungsmittel dienen Münzen, die man für einen Sieg im Careermode bekommt. Insgesamt gibt es 3 verschiedene Münzen, Grüne, Blaue und rote Münzen. Nach jedem Match erhält man grüne Münzen, da diese allein aber nicht viel Kaufkraft darstellen, kann man sich im Glückspiel die roten und blauen Münzen erspielen. Je nachdem welche Münze erspielt werden soll, wird entweder die blaue oder die rote auf eines der 16 vorhandenen Felder gelegt. Der nun startende Zufallsgenerator muss auf einem der mit Münzen belegten Felder gestoppt werden um diese zu gewinnen. Für Zwischendurch eine gelungene Abwechslung, aber auf Dauer eher nervig.

Aufwärtstrend

Mit Legends of Wrestling 2 knüpft Acclaim da an, wo sie bei Legends of Wrestling aufgehört haben. Es wurden neue Matcharten und viele neue Wrestler hinzugefügt. Lediglich in punkto Gameplay und Steuerung sollten sich die Entwickler noch einmal hinsetzen und dies für einen möglichen Nachfolger überarbeiten. Alles in Allem ist Legends of Wrestling 2 ein solides Wrestlinggame, dass einige Zeit Spaß macht.

Wertung: Legends of Wrestling 2
Hersteller Acclaim
Entwickler Acclaim
System PlayStation 2XBoxGameboy Advance
Altersfreigabe ab 12
Umfang 65+ Wrestler
Grafik
Sound
Gameplay
Singleplayer-Spielspaß
Multiplayer-Spielspaß
Pro
60+ Legenden -
Viele Matcharten -
Contra
- Komplizierte Steuerung
- mittelmäßiger Sound
7.8/10
Wer schon immer mit den Altstars kämpfen wollte und dabei über ein paar Macken hinwegsehen kann, der kann bei Legends of Wrestling 2 zugreifen. Wem Teil1 aber schon nicht gefiel, der sollte auch die Finger vom zweiten Teil lassen.
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