Test: Legends of Wrestling
Die letzten Wrestlinggames von Acclaim waren nicht gerade Kassenschlager. Deshalb versucht Acclaim jetzt mit Legends of Wrestling wieder auf die Erfolgsspur zurück zu kommen und den Genre Thron auf der X-Box zu erringen. Ob die Messlatte ziemlich weit nach oben geschraubt wird, oder ob es ein leichtes ist, für WWE RAW im September LoW abzulösen, das erfahrt ihr im Test.
Wrestler hui, Matcharten pfui
Schon vor dem 1. Match zeigt sich der größte Kritikpunkt bei Legends of Wrestling. Die Auswahl an Matcharten, besonders an Gimmickmatcharten, ist sehr begrenzt. Lediglich die klassischen Matcharten wie z.B. Single, Tag Team oder 3 bzw. 4 Way Dace sind vorhanden. Etwas mager für ein Wrestlinggame auf einer Next Generation Konsole, welches die wrestlerische Creme de la Creme der Vergangenheit beinhaltet. Zur Auswahl stehen insgesamt über 40 Wrestlingrentner wie z.B. Hulk Hogan, Ted DiBiase oder Jimmy "Superfly" Snuka. Um den Altersdurchschnitt zu heben, wurden aber auch einige Superstars eingebaut, die derzeit noch aktiv sind. So kann man zum Beispiel auch mit den ECW Hardcorelegenden Sabu oder "The whole F`N Show" Rob Van Dam in den Ring steigen.
Lets get ready to rumble!
Hat man sich seinen Favoriten ausgesucht und die Matchart festgelegt, findet man sich in der Halle wieder und die Einmärsche der Wrestler können bestaunt werden. Je nach Laune kann man während dem Entrance den Fans zuwinken oder die Hände derselbigen abklatschen. Im Ring angekommen wird man mit einer Steuerung konfrontiert, die es für Einsteiger extrem schwer macht, einen einfachen Move anzusetzen. Für Legends of Wrestling wurde das sogenannte ISP (Intermediate Start Position) eingeführt. Das bedeutet, das ihr je nach Tastendruck im Grapple in eine andere Position gelangt, in der eine weitere Taste gedrückt werden muss, um dann letztendlich einen Move auszuführen. Sobald die Steuerung in Fleisch und Blut übergegangen ist, kann man spielend Movecombos ausführen. Zum Beispiel kann an fast jeden Move ein Pin angefügt werden, was das Geschehen im Ring um einiges realistischer macht. Als unrealistisch kann man allerdings die Blockorgien in höheren Schwierigkeitsgraden oder im Multiplayermode nennen. Nahezu jeder Move wird geblockt, was doch auf Dauer mehr nervt, als hilft einen realistischen Kampf aufzubauen. Störend ist auch die misslungene Kollisionsabfrage und die häufig auftretenden Clipping Fehler, bei denen der Wrestler im Ring versinkt oder 20cm über dem Boden schwebt.
Nicht nur die Clippingfehler trüben das Gesamtbild der Grafik, sondern auch die comichafte Grafik ist in einem Wrestlinggame eher fehl am Platz. Die Wrestler nehmen überdimensionale Ausmaße an und glänzen wie ein frisch poliertes Auto, dass man im Sommer stolz seinen Nachbarn präsentiert. Die Zuschauer, welche in den ersten Reihen in 3D dargestellt werden, sind da keine Ausnahme. Die Zuschauer sehen nicht nur mittelmäßig aus, sie bringen auch nicht viel Stimmung in das heimische Wohnzimmer. Soundtechnisch gibt es dennoch ein paar Lichtblicke, denn es besteht die Möglichkeit seine eigene Musik via Xbox Festplatte in das Spiel einzubauen. Desweiteren wurden im Careermode die Originalstimmen von Cpt. Lou Albano und "Mouth of the South" Jimmy Hart implentiert, die immer wieder nützliche Tipps geben um einen Kampf siegrich zu beenden.
Licht und Schatten
Der Careermode besteht wie das ganze Spiel aus Licht und Schatten. Der Careermode ist lediglich eine Anreihung von Matcharten, die zu keiner Zeit vom Spieler selber beeinflusst werden kann. Ziel ist es, der Undisputed Chmapion zu werden, wofür aber erst der Championgürtel der verschiedenen Regionen der USA erungen werden muss. Champion wird man aber nicht durch langweilige Siege, sondern das Publikum will unterhalten werden. Deshalb ist es ratsam, in jedem Match den Referee auszunocken, den Gegner zum bluten zu bringen und nach Möglichkeit Waffen einzusetzen. Je enthusiastischer die Fans werden, umso eher bekommt man die Chance auf einen Titelkampf. Leider laufen deshalb die meisten Kämpfe nach dem gleichen Schema ab. Alles in allem wir der Careermode, trotz freispielbaren Wrestlern und Attributpunkten für den Create a Legend Mode, schnell langweilig.
Es mangelt an Alternativen
Der Create a Legend Modus, passt sich dem Spiel an. Die erstellten Recken, sehen alle nahezu gleich aus, was sicher daran liegt, dass man nur eine Gesichtsart auswählen kann. Dem ganzen Modus mangelt es an Alternativen, so fehlt es an ordentlichen Gesichtspartien, Kleidung und Accessoires. Ausergewöhnlich groß ist allerdings die Datenbank an vorgegebenen Namen ausgefallen, die vom Ringsprecher vor dem Match auch ausgesprochen werden können. Wer die aktuellen Stars vermisst, kann sich diese zumindest namentlich nachbauen. Scott Hall, Kevin Nash, Steve Austin und eine Vielzahl anderer Wrestlernamen ist dadurch auswählbar. Auch in Sachen Entrancemusik hat man nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, denn wie schon erwähnt besteht die Möglichkeit, seine Musik als Entrancetheme zu verwenden.
Gute Ansätze, mangelhafte Umsetzung
Was dabei herauskommt, wenn man halbherzig ein Videospiel programmiert, sieht man sehr gut bei Legends of Wrestling. Wie ein roter Faden ziehen sich die unvollendeten Features und die Fehler, die eigentlich vermieden werden sollten. Gute Ansätze sind zwar vorhanden, aber die Umsetzung lässt moftmals zu Wünschen übrig.
| Wertung: Legends of Wrestling |
| Hersteller |
Acclaim |
| Entwickler |
Acclaim |
| System |
   |
| Altersfreigabe |
ab 12 |
| Umfang |
30+ Wrestler |
| Grafik |
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| Sound |
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| Gameplay |
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| Singleplayer-Spielspaß |
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| Multiplayer-Spielspaß |
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Pro Legenden - |
Contra - Grafikfehler
- Wenig Matcharten |
| 7.0/10 |
| Legends of Wrestling zeigt gute Ansätze, allerdings fehlt es dem Game an Matcharten und einem richtigen Season-Mode. Dazu kommen grobe Grafikfehler und eine schlechte Kollisionsabfrage. |