Test: Rumble Roses
Das ein Spiel wie Rumble Rose jemals von einem namenhaften Publisher wie Konami verlegt wurde, ist sicherlich ein kleines Wunder. Rumble Rose wirkt auf den ersten Blick wie ein simples Spanner Wrestlinggame. Jedoch sollte man Rumble Rose nicht so oberflächlich betrachten, sondern ein wenig tiefer blicken und ich so wird man sicherlich ein solides Wrestling-Spiel mit Defiziten finden.
Allgemeines
Nachdem man Rumble Rose startet, wird man gleich mit einem wundervollen Rendermovie beglückt, dass ein wenig die Charaktere vorstellt. Kaum kommt man im Hauptmenü an, wird der Wrestlinggames Fan aber gleich die Spärlichkeit der Modi feststellen. Neben den Punkten Schaukampf, Storymode, Optionen und der Galerie bietet das Hauptmenü keine Vielfalt. Die Galerie ist dabei jedoch der ungewöhnlichste Punkt, zumal man hier die Wrestlerinnen aus allen möglichen Perspektiven beobachten kann.
Matcharten und das VoW System
Leider trumpft Rumble Rose nicht mit vielen verschiedenen Matcharten auf, da das Herzstück des Spiels sicherlich der Storymode ist. Neben einem normalen Single Match wird man noch das Schlammmatch und die Titelkämpfe zur Auwahl haben.
Um Titelkämpfe im Exhibition Mode zu bekommen, muss man seinen Charakter zu 100% Klassifizieren. Der Charakter muss entweder 100% Böse sein oder zu 100% nett. Da alle Charakter im Spiel jedoch Neutral eingestellt sind, müsst ihr euch "Gut" und "Böse" Punkte in Exhibition Matches erkämpfen. Dafür startet ihr entweder einen Schaukampf oder ein Schlammmatch und wählt dann im Auswahlbildschirm das VoW System aus. Dort habt ihr die Möglichkeit euch Ziele für das Match zu setzen. Jedes dieser Ziele gibt euch bei Erfüllung 10% Gut/Böse Punkte. Schafft ihr es z.B. in einem Match nicht den Ring zu verlassen, bekommt ihr 10% auf euer Nett Konto gut geschrieben. Solltet ihr jedoch eher zur Dunklen Seite tendieren, solltet ihr euren Gegner zur Aufgabe zwingen und somit 10% Böse Punkten sammeln. Das ganze kennt man schon ein wenig aus SmackDown! vs. RAW durch die Challenges aber auch hier, wurde das ganze solide Umgesetzt.
Kampf- und Grapplesystem
Das Grapplesystem ist ein weiterer Pluspunkt des Spiels. Ohne große Vorkenntnisse, kann man sich in ein Match stürzen und wird vermutlich siegreich aus dem Ring steigen. Die Steuerung ist sehr intuitiv und so startet man einen Grapple über die Dreieck Taste und Variiert dann mit den Richtungstasten. So hat man 4 Moves zur Verfügung und 4 weitere im stehen, wenn der Gegner betäubt ist. Ein bisschen mehr Abwechslung wäre sicherlich gut gewesen.
Sehr gut gelungen ist auch das Reversal-System. Es ist möglich jeden Move im Spiel zu kontern auch wenn man ein wenig Einarbeitungszeit benötigt. Einen Strike Move kontert man z.B. mit R1+Viereck und einen Grapple Move mit R2 und Dreieck. So kontert man leicht in einem Match eine Hurrucarana und macht daraus die „Walls of Jericho“. Natürlich sind auch Moves in den Seilen, am Boden und vom Ringpfosten aus möglich. Der Fantasy sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
Story-Mode
Der Storymode ist das Herzstück von Rumble Roses. Hier wählt ihr eine von acht Kämpferinnen und spielt deren persönliche Story nach. Jede Kämpferin hat dabei ihre eigene Story bekommen in deren Mittelpunkt immer eine Geschichte mit einer anderen Dame steht. Dabei stehen sicherlich die Kämpfe im Vordergrund aber die Story wurde nicht vernachlässigt. So lernt man z.B. das Aisha nur kämpft, um ihre Rivalin Dixie zu schlagen. Während der Story lernen beide jedoch, dass es auch hilft, zusammen zu arbeiten. Beendet ihr den Storymodus, bekommt ihr eine weitere Dame freigeschaltet, die eine Erweiterung euer vorherigen Dame war. So wird z.B. nach dem Storymode Abschluss aus Aisha der erfolgreichen Tänzerin, Showbiz die erfolglose Stripperin. Aus Miss Walsh der prüden Lehrerin wird Mistress Walsh die taffe Domina. Beginnt ihr dann erneut den Storymode mit der erweiterten Figur, bekommt ihr wieder eine ganz neue Storyline. Für Langzeitmotivation ist also gesorgt.
Leider ist aber nicht alles Gold was glänzt und somit gibt es viele Dinge die auch im Storymode stören. Zum einen ist das die nicht vorhandene Save Funktion. Beendet ihr einen Kampf, geht die Story sofort weiter ohne Save Punkte. Ihr seid also darauf angewiesen ca. 1 Std Zeit zu haben für eine komplette Story. Ebenfalls stört einen schnell die geringe Anzahl an Matches und Arenen. Spätestens nach dem fünften Kampf kommt einem alles bekannt vor.
Sound
Der Sound im Spiel ist wirklich sehr gut geworden. Da die Rumble Roses Liga eine fiktive Liga ist, muss man sich hier nicht um echte Themes wie bei einem WWE Spiel sorgen. Die Damen haben trotzdem alle ihre persönliche Entrance-Musik bekommen, die ein wenig J-Pop angehaucht ist. Das ganze kommt der Atmosphäre des Spiels wirklich zugute. Leider hat man sich bei der Hintergrund-Musik nicht soviel Mühe gegeben und so dudelt ständig die gleiche Musik während der Matches aus den Boxen. Ein paar lizensierte Musikstücke wären sicherlich nicht verkehrt gewesen um die Abwechslung zu halten.
Grafik
An der Grafik von Rumble Roses kann man nichts bemängeln. Die Damen sehen in fast jeder Situation perfekt aus und auch das Drumherum stimmt. Leider ist der Schlamm im Schlammmatch nicht sonderlich gut geworden. Gerade wenn der Schlamm vom Körper abläuft sieht die Animation sehr laienhaft aus. Jedoch kann man mit diesem kleinen Fehler wirklich gut leben, wenn man die restliche Grafik sieht. Hier hat Konami ganze Arbeit geleistet und sicherlich das bisher schönste PS2 Wrestlinggame geschaffen. Gerade bei den Einläufen der Protagonistinnen in die Arena, offenbart sich eine Grafik der Extraklasse. Die Kämpferinnen haben alle ihr persönliches Intro, dass dem Style der Kämpferin entspricht.
Fazit
Es fällt mir wirklich schwer eine endgültige Beurteilung für Rumble Roses zu finden. Auf der einen Seite hat mich das Spiel mehrere Stunden an Bildschirm gefesselt und auf der anderen Seite auch recht schnell gelangweilt. Man muss zugeben, dass Konami eine tolle Engine geschaffen hat auch wenn diese ein leichter SmackDown! Rip-Off ist. Trotzdem sollte man dann das volle Potenzial der Sache nutzen. Es wäre dem Spiel zugute gekommen, wenn man einfach mehrere verschiedene Matcharten ins Spiel gepackt hätte. 3 verschiedene Spielmodi in 2 Matcharten, rechtfertigen einfach keine ca. 55 Euro. Konami sollte sich für einen möglichen Nachfolger darum bemühen, mehr Variationen ins Spiel zu bringen. Wrestling-Fans wollen auch Matcharten die man aus dem TV kennt, wie Ladder-Matches oder Table-Matches. In einer Fantasy-Liga wie der Rumble Roses Liga sollte das alles möglich sein, schließlich ist man an keine festen Match Vorgaben gebunden. Der Storymode selbst sollte auf jeden Fall für einen Nachfolger mit einer Savegame Funktion ausgestattet sein, ansonsten kann ich hier nicht großartig meckern.
Scheinbar litt die PAL-Konvertierung des Spiels auch ein wenig, so sind die deutschen Untertitel selten mittig im TV angeordnet. Weder im 16:9 Modus, noch im 4:3 Format.
| Wertung: Rumble Roses |
| Hersteller |
Konami |
| Entwickler |
Yukes |
| System |
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| Altersfreigabe |
12 |
| Umfang |
+15 Kämpfer |
| Grafik |
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| Sound |
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| Gameplay |
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| Singleplayer-Spielspaß |
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| Multiplayer-Spielspaß |
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Pro klasse Grafik -
guter Sound - |
Contra - wenig Matcharten
- Keine "Save-Funktion" |
| 7.0/10 |
| Rumble Roses kann sicherlich einige Stunden gefallen und somit kriegt das Spiel von mir als Wrestlinggames-Fan auch eine recht gute Note. |