Test: TNA iMPACT!
Ganz großes Kino
Vermutlich das eindrucksvollste in iMPACT sind die Animationen. Hier sollte Midway bei jedem Wrestling- und Nicht-Wrestling-Fan punkten können.

The AXE-Effect
Ein Großteil der TNA-Wrestler stand Midway nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern machte auch Motion-Capturing-Aufnahmen, durch welche die Aktionen im Ring wirklich nach „Next-Gen“ aussehen. Besonders eindrucksvoll sind dabei die unzähligen Konteraktionen, die meist einen weichen und flüssigen Übergang finden. Besonders die Mehrfachkonter sind eindrucksvoll in Szene gesetzt und verlangen vom Spieler höchste Aufmerksamkeit, da man bei jedem Move den genauen Konterzeitpunkt herausfinden muss. Leider haben es von den ursprünglich ca. 2000 aufgenommenen Animationen nur sehr wenige ins Spiel geschafft. So wird man relativ schnell feststellen, dass zwar alle Wrestler ihre Finisher, aber zum Großteil sehr identische Movesets besitzen.
Bei Aufgabegriffen geht TNA iMPACT ebenfalls einen anderen Weg als viele der üblichen Wrestlingspiele. Sobald man einen Aufgabegriff einleitet, erscheint für beide Spieler eine Tastenreihe, die so schnell wie möglich gedrückt werden muss. Schafft dies der Angreifer zuerst, wird der Druck auf den Gegner verstärkt und der Aufgabegriff bleibt bestehen. Gelingt es jedoch dem Wrestler im Aufgabegriff zuerst die Tasten zu drücken, so wird der Griff aufgelöst.
Die Einmarsch-Animationen der Superstars bestehen aus kurzen gerenderten Sequenzen, die sich lediglich auf die Eingangsrampe beschränken. Der Spieler wird also nicht miterleben, wie sein Superstar bis in den Ring läuft und sich dort von den Fans feiern lässt. Midway erklärte diesen Schritt in der Entwicklung damit, dass man sich voll und ganz auf das Gameplay konzentrieren wollte. Trotz der kurzen Sequenzen, sind diese fast durchgängig sehr authentisch und spiegeln perfekt den echten Einmarsch der Superstars wieder. Weshalb bei vielen Superstars wie z.B. Christian Cage, Homicide und anderen das Einmarsch-Outfit fehlt, lässt sich nicht ganz nachvollziehen. Gerade bei kurzen Sequenzen hätte eine originalgetreue Ringkleidung die Atmosphäre deutlich verbessert.
Trotzdem konnte uns gerade das Gameplay im Test überzeugen. Schon lange war kein Wrestlingspiel so schnell und fing trotzdem perfekt den Stil einer Liga ein. Das Gameplay mit den schnellen Griffen, vielen Luftaktionen und harten Aktionen passt einfach perfekt zum Produkt TNA. Das was man einmal die Woche in der iMPACT-Zone präsentiert bekommt, darf man jetzt fast originalgetreu zu Hause nachspielen.
Suchtfaktor garantiert
Um den Spieler langfristig an die Konsole zu binden, hat Midway die sogenannten Stylepunkte eingeführt. Für jede Aktion im Spiel sammelt der Spieler eine variable Anzahl dieser Punkte, die dann einem Gesamtkonto zugeschrieben werden. Je mehr Punkte man sammelt, desto mehr Moves und Bonus-Charaktere kann man freischalten. Für 250.000 Stylepunkte bekommt der Spieler z.B. TNA-Kommentator Don West als spielbaren Charakter. Selbst wenn man die Story abgeschlossen hat, verleiten die Stylepunkte immer wieder dazu, noch eine Runde weiterzuspielen. Schließlich möchte man irgendwann alles freigeschaltet haben und dabei zeigt sich sehr schnell, dass ein langer Weg vor dem Spieler liegt.