Test: TNA iMPACT!
Oftmals dumm wie Brot
Jedes Spiel lebt nicht nur von den Features, sondern primär von der Intelligenz der computergesteuerten Gegner. Leider muss man hier zugeben, dass die KI in iMPACT weit vom Prädikat „gut“ entfernt ist.

Der Kampf um das begehrte "X"
So kann man bei einem normalen Match davon ausgehen, dass der Gegenspieler früher oder später einen oder mehrere Stühle in den Ring holt. Das kommt nicht nur einmal vor, sondern bei jedem Match, wenn man nicht schnell genug entgegenwirkt. Auch beim „Ultimate X Free For all“ wird die unausgereifte KI sichtbar. Sobald man selbst versucht an den Gegenstand zu kommen, konzentrieren sich die Gegner nur noch darauf. Ein richtiges Match ist nach der ersten Kletterpartie nicht mehr möglich. Holt man einen Gegner zurück in den Ring, versucht dieser sofort wieder an die Seile zu gelangen. Das ist wirklich sehr schade, da die KI in den regulären "Ultimate X"-Matches mit lediglich zwei Wrestlern keinesfalls schlecht ist. Überhaupt erkennt man relativ schnell, dass die KI in Kämpfen mit nur zwei Kontrahenten annehmbar ist, aber mit mehr als zwei Wrestlern eher katastrophal wirkt.
Den größten Bock in Sachen schlechter KI hat Midway ohne Zweifel beim Tagteam-Match geschossen. Leider verkommen diese Matches mehr oder weniger zur Glückssache, wenn ein Pin angebracht wird. Manchmal stürmt der vom Computer gesteuerte Wrestler sofort in den Ring und manchmal stehen sie auch einfach nur leblos am Ringrand. Es gibt auch Momente, in denen der Computer beim Pin am Partner auf den Ringpfosten klettert und einfach mal in den Ring springt. Sicherlich soll damit auch der Pin unterbrochen werden, jedoch ist die Ausführung denkbar schlecht.
Je höher man den Schwierigkeitsgrad stellt, desto happiger werden zudem auch die Begegnungen. Spätestens auf den höchsten Schwierigkeitsgraden verkommen die meisten Matches zu simplen Konterschlachten. Diese füllen zwar auch die iMPACT-Leiste für einen Finisher, können aber kaum Sinn der Sache sein. Hier ist der Frust vorprogrammiert.
Online-Multiplayer
Obwohl für den Online-Modus Ligen und Turniere angekündigt waren, schafften es in die fertige Version lediglich die "1 gegen 1- Matcharten. Durch Siege erobern sich Spieler dabei Ränge wie Jobber, Superstar, Hauptattraktion oder TNA-Champion. Je besser man spielt, desto eher erreicht man den Rang eines Champions. Der Online-Modus selbst ist zwar nicht besonders komplex, bietet aber gerade durch das "Ultimate X"-Match einige spannende Schlachten, die auch ruhig mal 20 Minuten andauern können.