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Test: Wrestle Kingdom

Allerdings kommt man so nicht umher, sich jedes Mal jeden Move einzeln anzusehen, um zu wissen, was sich hinter den kryptischen Schriften verbirgt. Daher beansprucht diese Option wohl die meiste Zeit. Man wird feststellen, dass einige bekannte Moves nicht im CAW-Modus enthalten sind. Diese muss man sich wie erwähnt, erst im Drama-Mode für den CAW freispielen.

Danach kann man sich noch die Skills des CAWs ansehen, welche allesamt unheimlich schwach sind und sich auch nicht verändern lassen. Dies ist ausschließlich im Drama-Modus möglich.

Als letztes legt man noch einen Snapshot für den CAW an. Dort kann man Lichteinfall, Hintergrund und Schriftbild bestimmen. Dann ist der CAW fertig für den Drama-Modus.
Leider gibt es scheinbar keinerlei Möglichkeiten, die Standard-Wrestler zu editieren.

Beim CAW-Modus werden sich wieder die Geister scheiden, denn er ist nicht nur limitierter als sein Vorbild aus Day of Reckoning 2, sondern die CAWs sind auch allesamt nach ihrer Erstellung unbrauchbar, solange man sie nicht durch den Drama-Modus schickt. Trotzdem kann man einige Zeit in diesem verbringen und auch nette Ergebnisse erzielen.

Fazit
Wie ist also Wrestle Kingdom zu beurteilen? Eines kann man sicherlich vorweg schon sagen: Es kommt weder an King of Colosseum II noch an Fire Pro R heran. Aber muss es deswegen ein schlechtes Wrestlingspiel sein? Eigentlich nicht. Es stellt sich wie bei jedem Spiel die Frage, welche Ansprüche man selbst an das Spiel stellt. In Sachen Grafik und Einsteigerfreundlichkeit ist Wrestle Kingdom sicherlich ohne Weiteres ein Topspiel. Die Moves sind sauber animiert, es gibt nahezu keine Clippingfehler.

An der Präsentation kann man dem Game eigentlich nichts vormachen. Es übertrumpft in dieser Hinsicht wahrscheinlich sogar All-Star Pro Wrestling III, dem Referenztitel in Sachen toller Grafik unter den Puroresu-Games. Trotzdem reicht es im Ganzen nicht, um in der „obersten Liga“ der Puroresu-Games längerfristig mitzuspielen: Das Spiel ist leider an manchen Stellen einfach nicht ausgereift genug. Um über längere Zeit zu motivieren, bietet das Spiel einfach zu wenig Aspekte.
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