Test: Wrestle Kingdom
Der Drama-Modus sollte mit der Entwicklung der CAWs anscheinend langfristige Motivation bringen. Jedoch stellt sich die Frage, wie oft man den wirklich immer gleich ablaufenden Drama-Modus durchexerzieren möchte, um im Anschluss dann endlich einen konkurrenzfähigen CAW zu haben. Dieses System hatte Yuke’s schon bei SmackDown! vs. Raw im Story-Modus eingesetzt und es wurde beim Nachfolger in der Form sofort wieder abgeschafft, da man nach einmaligen Durchspielen unendliche Punkte für die CAW-Werte hatte. Daher ist es etwas merkwürdig, dass hier das „ältere“ Prinzip zum Tragen kommt.
Anders als bei den US-Wrestling-Games fehlt bei Wrestle Kingdom die Möglichkeit, mit einem Standard-Wrestler den Drama-Modus zu spielen, was den Aufbau des Drama-Modus betreffend wohl auch wenig Sinn machen würde. Trotzdem hat man so sehr viel Potenzial unnötig kleingehalten. Was bietet Wrestle Kingdom also noch? Man hat danach leider nur noch die Möglichkeit der normalen Matches im Exhibition-Modus. Gimmick-Matches wie TLC gibt es in der Form im Puroresu nicht. Hier könnte sich irgendwann das „kleine“ Roster rächen, welches nach einer gewissen Zeit wohl kaum mehr großartige Abwechslung bieten kann.
Es bleibt also festzuhalten, dass Wrestle Kingdom einige wirklich sehr gute Ansätze hat, aber leider auch an manchen Stellen gegenüber Konkurrenz-Titeln unnötig schwächelt. Es ist unverständlich, dass Yuke’s trotz ihrer Erfahrung durch SmackDown! oder Day of Reckoning bei Wrestle Kingdom nur eine abgespeckte Form (CAW-Modus) oder veraltete Elemente (Drama-Modus) integriert. Damit schaden sie ihrem eigenen Spiel eigentlich nur selbst. Von der Erfahrung der Entwickler hätte Wrestle Kingdom durchaus mehr bieten können.