Test: Wrestle Kingdom
Der Drama-Mode verläuft eigentlich immer so, dass es vor den eigentlichen Kämpfen eine kurze Besprechung mit dem Trainingsleiter (z.B. bei NJPW Hiroyoshi Tenzan) gibt, man danach trainiert und anschließend das Match bestreitet. Manchmal kommt es vor dem Kampf auch zu Dialogen mit anderen Wrestlern oder nach dem Kampf oft zu einem Interview mit den beiden Kontrahenten. Von Zeit zu Zeit gibt es eine kurze Zwischensequenz, in der andere Wrestler erscheinen und einen herausfordern. So wird quasi eine neue Story entwickelt. Aber auch hier ist man mit fehlenden Japanisch-Kenntnissen zum stupiden Durchklicken verdammt.
Nach ungefähr zehn Kämpfen bekommt man immer die Möglichkeit, „weltweit“ gegen Wrestler anzutreten. Das weltweit beschränkt sich jedoch auf vier immer gleiche Trainingzentren an der West- wie Ostküste der USA, Mexiko und Tschechien, in denen jeweils fünf Wrestler für Kämpfe zur Verfügung stehen.
Diese Episode dient dazu, dem CAW neue Moves beizubringen. Denn von jedem besiegten Wrestler erhält er neue Moves. Diese sind jedoch auch von Wrestler zu Wrestler festgesetzt und werden auch in einem Shortcut angezeigt – natürlich leider wieder nur auf japanisch. Am besten sucht man online nach einer Liste, welche Wrestler welche Moves freischalten, damit man weiß, gegen welche Wrestler es sich lohnt, anzutreten. Denn immerhin hat man freie Auswahl und kann sich so neue Moves für den CAW quasi gezielt aussuchen. Dabei ist es schon so, dass die Wrestler Moves besitzen, die ihren Regionen entsprechen. Die vier Wrestler aus Mexiko geben einem Lucha-Libre-Moves (SSP, Springboard Plancha etc.), während die US-Westküsten Wrestler „Indy“-Moves haben, basierend auf japanischen Wrestlern wie Takao Omori oder El Samurai. An der Ostküste findet man ausschließlich Boxer (falls sich wer einen Boxer erstellen möchte...) und die Tschechen haben Schläge/Tritte sowie Aufgabegriffe.
Nach weiteren zehn Matches (da es 16 Wrestler auf der „WorldTour“ sind, kann man also niemals gegen alle Kämpfen – daher ist eine entsprechende Liste wirklich sehr nützlich) hat man die Möglichkeit, sich ein Turnier der einzelnen vier Ligen auszuwählen. Dabei gibt es bei NJPW, AJPW und NOAH noch die Möglichkeit, zwischen dem Junior- oder Heavy-Turnier zu wählen. Das hier gewählte Turnier entscheidet auch darüber, welchen der vier versteckten Wrestler man freischaltet.
Ziel ist es natürlich, das Turnier zu gewinnen, um den Drama-Mode erfolgreich abschließen zu können. Von jedem im Turnier besiegtem Wrestler erhält man zudem dessen Trademark-Moves. Von daher sollte man hier abermals mit Bedacht wählen und abschätzen, welche Wrestler einem im welchem Turnier erwarten, in Anbetracht der Moves, die man vielleicht für seinen CAW haben möchte. Ärgerlich ist jedoch die unterschiedliche Länge des Turniers, bedingt durch die jeweiligen Größen der Roster und der dadurch resultierenden Möglichkeit an neuen Moves für den CAW. So bekommt man es in einem Turnier bei NJPW mit vielen unterschiedlichen Wrestlern zu tun und erhält dadurch viele neue Moves, während das Turnier bei AJPW bedeutend kürzer ist und sich neue Moves daher ebenfalls in Grenzen halten.