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Test: WWE Day of Reckoning 2

Die künstliche Intelligenz wurde in nahezu allen Belangen verbessert, obgleich sie von der Perfektion noch weit entfernt ist. Insbesondere in Single- und Tag-Team-Matches agieren die Gegner deutlich klüger, sodass beispielsweise die CPU im Gegensatz zum Vorgänger dem Partner stets zur Hife kommt. Triple-Threat- und insbesondere Fatal-4-Way-Matches sind auch im zweiten Teil nicht immer ein Genuss. Befinden sich alle vier im Ring, besteht sowieso schon mal ein heilloses Durcheinander und durch die mehr oder weniger realistische Gegebenheit, dass Schläge und Moves auch gerne mal alle vier Wrestler umhauen, werden gewisse Matches zur Qual. Auch macht die CPU keinen Hehl daraus, eure Moves - selbst die leichten Grapple-Moves - mit Absicht zu unterbrechen, obwohl sie gerade mit einem Gegner beschäftigt ist.

Matcharten
Leider gab es an den diversen Matcharten kaum Änderungen, insbesondere den Varianten „Cage“, „Ladder“, „TLC“ und der „Royal Rumble“ hätten einige zusätzliche Möglichkeiten und eine erhöhte Interaktivität nicht geschadet. An der einzigen neuen Matchart, dem Last-Man-Standing-Match, gibt es nichts auszusetzen, mit mehr als zwei Spielern hat man somit sogar ein Match nach Elimination-Regeln, die man im sonstigen Spiel seit Wrestlemania X-8 auf dem Gamecube aus unerklärlichen Gründen nicht mehr gesehen hat.

Roster
Dieses Jahr legte man im Hause THQ wirklich viel darauf Wert, ein verhältnismäßig aktuelles Roster bieten zu können.
Screenshot
Erstmals in einem WWE-Game vertreten: Carlito Carribean Cool!
Dieses Vorhaben kann man durchaus als gelungen bezeichnen, gab es doch in keinem bisherigen WWE-Game ein so aktuelles Roster wie in diesem. Superstars wie Carlito Caribbean Cool, Chris Masters, Eugene, Gene Snitsky, Heidenreich, Muhammad Hassan, Paul London, Rene Dupree, Diva-Search-2004-Siegerin Christy Hemme und der selbst ernannte Wrestling-Gott JBL feiern ihr Gamecube-Debüt. Auch an Legenden wurde wieder gedacht und mit Bret Hart, Steve Austin, The Rock, Mankind und Hulk Hogan traf man eine gute Wahl. Natürlich ist das Roster, was die Wrestleranzahl angeht, im Vergleich zu den PS2- und X-Box-Pendeants begrenzt, aber es wurde das bestmögliche Ergebnis erzielt.

Story-Modus
Dieser knüpft eigentlich direkt an den gelungenen, aber 100% linearen Story-Mode des Vorgängers an. Seinen CAW darf bzw. muss man sich allerdings wieder neu erstellen, da nicht die Möglichkeit gegeben wird, seinen Wrestler aus dem Vorgägner zu nutzen. In diesem Jahr dreht sich im Story-Modus alles um die etwas absurde, aber dennoch sehr spannende Storyline, dass der World-Heavyweight-Titel abhanden kommt und vom Spieler wiedergefunden werden muss. Erstmals ist es auch möglich, Entscheidungen beispielsweise darüber zu treffen, mit welchem Wrestler ihr eine Fehde beginnen oder um welchen Titel ihr kämpfen wollt. Ihr kommt im Laufe des Jahres auch in beiden Brands, also RAW und SmackDown!, zum Zuge. Man hat sich also in diesem Jahr vom hauptsächlichen Ziel, sich von unten nach oben zu kämpfen, getrennt und bietet dem Spieler dafür nun eine interessante Story, die jeden Wrestlingfan fünf bis acht Stunden an die Konsole fesseln kann.
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