Test: WWE Day of Reckoning 2
Wrestlinggames-Fans auf dem ganzen Globus denken mit Wehmut an die glorreichen Zeiten der Nintendo-64-Arä zurück, die geniale Titel wie Wrestlemania 2000 und No Mercy hervorbrachte. Mit dem Vorgänger „WWE Day of Reckoning“ gelang es THQ/Yukes, einen Titel zu veröffentlichen, der das Spielgefühl aus den vergangenen Spielen hervorragend vermitteln konnte. Für den Nachfolger waren die Erwartungen daher natürlich groß. Ob sich Day of Reckoning 2 nur für Neulinge der Serie oder auch für Besitzer des Vorgängers lohnt, erfahrt ihr im nachfolgenden Test!
Gameplay
Am diesem hat sich logischer- und glücklicherweise im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert. Es wird weiterhin mit dem in wenigen Punkten minimal modifizierten Gameplay mit dem von den N64-Teilen bekannten Grappling- und Schlagsystem gespielt. Das heißt, leichte Grapples, die direkt zum Ausführen der Moves führen, sowie die starken Grapples, durch die ihr Moves sowohl mit der „B“- als auch mit der „A“-Taste ausführt. Gewhippt wird weiterhin in Verbindung mit der „Y“-Taste. Auch das Kontersystem ist nach wie vor dasselbe: Schläge werden mit der „R“-Taste und Moves mit „L“ gekontert. Mit der Kombination der beiden Tasten werden die Special-Moves gekontert. Das System ist noch ausgeklügelter als im Vorjahr, weiterhin ist es trotzdem nicht möglich, alle Attacken des Gegners abzuwehren, was auch realistisch ist. Wie gesagt, eigentlich blieb alles beim Alten, ich habe es nur noch einmal als kleine Einführung für Neulinge der Serie erwähnt. Auch wurde die Spielgeschwindindigkeit etwas gedrosselt und Day of Reckoning 2 wirkt Verbindung mit dem im nächsten Abschnitt angesprochenen Staminasystem realistischer denn je. Ansonsten ist noch die deutlich verbesserte Kollisionsabfrage zu erwähnen und auch diverse Clipping- Fehler gehören der Vergangenheit an.
Zu den Gameplay-Features des Vorgängers, dem „Momentum-Shift“ und dem „Gewichtssystem“, gesellen sich zwei neue Möglichkeiten hinzu: Das Staminasystem (Ausdauer) und ein neues Submissionsystem. Das neue Staminasystem ist ohne Zweifel eine Neuerung, die das Spiel erfreulicherweise simulationslastiger erscheinen lässt und vom Spieler strategisches Vorgehen erfordert. So sollte man in einem Match ein ausgewogenes Kampfverhalten an den Tag legen, denn wenn man ständig harte Moves zeigt, viel rennt oder sich anderweitig auspowert, bewegt sich die Stamina-Leiste schnell gen null und man findet seinen Wrestler in einem Zustand wieder, in dem er nicht in der Lage ist, sich viel zu bewegen, geschweige denn, Moves auszuführen. Je voller die Stamina-Leiste ist, desto mehr „Impact“ haben auch die ausgeführten Moves auf den Gegner. In Verbindung mit dem bekannten Spirit-Meter, den drei Blutstufen und dem Submissionsystem agiert dieses System wunderbar und hievt WWE-Wrestlinggames in eine deutlich realistischere Dimension.
Das neue Submissionsystem ist ebenfalls eine sehr gelungene Neuerung. Gelingt es, einen Submission-Move anzusetzen, erscheint ein kleines Menü sowohl für den ausführenden Wrestler als auch für den Gegner, der sich in dem Move befindet.

Mit dem neuen Submissionsystem lasst ihr die Knochen krachen!
Zur Auswahl stehen folgendene Optionen: „Submit“, „Drain“, „Rest Hold“, und „Taunt“. Der Spieler und sein Gegner wählen nun innerhalb einiger Sekunden via C-Stick eine der vier Möglichkeiten aus. „Taunt“ wählt ihr, wenn ihr euren „Sprit-Meter“ ansteigen lassen wollt, um Finishing-Moves zeigen zu können. „Rest Hold“ bringt euch wieder ein weniger Ausdauer (Stamina) zurück, mit „Drain“ setzt ihr viel Kraft in den Aufgabegriff und mit der Option „Submit“ seid ihr am besten gewappnet, um euren Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Sollten beide verschiedene Optionen gewählt haben, wird der Griff fortgesetzt und beide sollten wie im Vorgänger so schnell wie möglich die „A“-Taste betätigen. Tippt der Gegner aber richtig und wählt dieselbe Aktion, kontert er direkt den Submission-Move.