Test: WWE SmackDown! vs. RAW 2006
Leider hat man dank dieser neuen Displays aber keine zusätzliche Übersicht gewonnen. Die Kamera wurde noch ein Stück näher ans Geschehen gesetzt, was sicherlich dazu dienen sollte, die tollen Wrestler-Modelle besser sehen zu können. Dadurch passiert aber es leider sehr oft, dass man die Köpfe der Wrestler nur zur Hälfte im Bild sieht.
Weitere erwähnenswerte neue Features sind der Possum-Pin, die Sleeper-Hold-Anzeige und die Double-KO-Leiste. Beim Possum-Pin hat der Superstar die Möglichkeit, sich im Ring tot zu stellen.

Neue Gameplay-Elemente verleihen dem Spiel mehr Realismus.
Der Spieler, der am Boden liegt, wartet auf den Gegner, der zu einem Move ansetzen will, und überrascht diesen dann durch Druck der „L2“- und „O“-Taste mit einem Pin – eine Aktion, die in Matches spielentscheidend sein kann, wenn man den Possum-Pin an der richtigen Stelle einsetzt. Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Sleeper-Hold-Anzeige. Sobald der Gegner einen Sleeper-Hold ansetzt, hat der Spieler über ein Minigame (Taste im richtigen Moment drücken), die Möglichkeit, sich aufzupowern und den Griff zu lösen, welche man im richtigen Wrestling immer wieder sieht. Ebenfalls ist die Double-KO-Leiste eine weitere Gameplay-Neuerung von SmackDown! vs. Raw 2006. Sinkt die Stamina der beiden Superstars gleichzeitig auf null, fallen beide zu Boden und müssen in einem Minispiel versuchen, auf die Beine zu kommen, bevor der Ringrichter beide bis zehn angezählt hat.
Für die Fans von Hardcore-Matches hat Yuke's ebenfalls ein neues Blutungssystem ins Spiel eingebaut. Der Spieler beginnt nun in drei verschiedenen Arten zu bluten. Anfangs sieht man beim Charakter nur eine Wunde an der Stirn, in der zweiten Phase tropft das Blut bis hinunter auf die Brust und im dritten Schritt tropft das Blut auf die Ringmatte. Ein Highlight ist dabei, dass Blutflecken für eine bestimmte Zeit auf der Matte zurückbleiben.
Die neuen Matcharten
In diesem Jahr wurden gleich drei komplett neue Matcharten ins Spiel implementiert. Zum einen hätten wir da das Buried-Alive-Match. Nachdem das Casket-Match nach SmackDown! 2 wieder aus der Spielreihe verschwand, feiert nun im siebten Teil das Buried-Alive-Match sein Debüt.

Bin ich schon drin? Buried-Alive-Matches verlangen euch das Äußerste ab!
Im Grunde genommen handelt es sich um eine Kombination aus dem Sarg-Match und einem richtigen Buried-Alive-Match der WWE. Anstatt den Gegner in ein Grab zu schubsen und einzubuddeln, muss der Spieler den Wrestler in einen Sarg befördern, der über einem ausgehobenen Grab steht. Dies kann über einen direkten Finisher mit gespeichertem Icon und vollem Momentun passieren oder über ein kleines Minispiel. Hier muss erst eine Leiste durch wiederholtes Tastendrücken gefüllt werden und danach der Sarg mithilfe des rechten Analog-Sticks geschlossen werden. Sobald der Sargdeckel geschlossen ist, wird der Sarg in einer Sequenz von einem Bagger mit Erde zugeschüttet. Der Gegner ist in diesem Fall lebendig begraben (engl. „buried alive“).
Die zweite neue Matchart ist der Bar-Brawl. Nachdem man im letzen Jahr nur ein Backstage-Areal präsentiert hatte, fügte THQ zu dieser Backstage-Halle und dem Parking-Lot-Brawl noch den Bar-Brawl hinzu. Der Bar-Brawl basiert auf einer Idee, die 2003 beim WWE-PPV „Vengeance“ zum ersten Mal umgesetzt wurde und unter dem Namen „APA-Bar-Room-Brawl“ bekannt wurde. Das Areal im Spiel erinnert an eine kleine Bar, in der so ziemlich jedes Inventarstück interaktiv gegen den Gegner eingesetzt werden kann – egal, ob es die Jukebox ist, in die der Gegner geschleudert wird, oder der Billiard-Tisch, durch den man seinen Kontrahenten befördert. Sicherlich ist der Bar-Brawl kein Ersatz für Backstage-Areale wie man sie aus „Here comes the Pain“ kennt, jedoch bringt dieser Modus gute Unterhaltung.