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Test: WWE SmackDown! vs. RAW 2006

Wie im letzen Jahr ist der Storymode sehr linear, jedoch bieten sich dem Spieler immer wieder Auswahlmöglichkeiten. Diese sind zwar sehr rar, verändern jedoch eure möglichen Gegner für kommende Matches. Eine weitere Neuerung, die aus dem letztjährigen Franchise übernommen wurde, sind die Voice-Overs. Der komplette Storymode wurde von den WWE-Superstars eingesprochen und kommt ohne Untertitel aus. Sogar die selbsterstellen Wrestler werden in diesem Jahr zum Sprechen kommen, während sie im letzen Jahr mit Text versehen wurden. Vergleicht man den Storymodus mit dem des letzen Jahres, erleben wir eine starke Verbesserung. Sowohl die Präsentation der Story als auch das Flair der WWE finden sich im Storymodus wieder.

Roster und Legenden
Hier kommen wir wohl wie mittlerweile in jedem Jahr zum negativsten Punkt eines jeden SmackDown!-Spiels: das Roster. Wie auch in den Jahren zuvor erleben wir ein sehr unaktuelles Roster, das teilweise den Stand vor Wrestlemania 21 hat und lange entlassene Superstars wie Spike Dudley, Muhammad Hassan und Charlie Haas beinhaltet. Ein weiterer negativer Punkt am Roster sind die teilweise sehr unaktuellen Entrance-Attires oder Modelle. Warum ein Triple H, der seit neun Monaten einen Bart trägt, diesen nicht auch im Spiel hat, ist leider nicht ganz nachvollziehbar. In „Day of Reckoning 2“ war dieser beispielsweise enthalten und das Spiel erschien vor einigen Monaten. Selbiges gilt auch für alte Attires wie beispielsweise das von Batista, der immer noch seine Evolution-Ring-Gear am Körper trägt. Der enge Zeitplan in der Entwicklung kann in diesem Fall keine Ausrede für diese Unaktualität sein.

Bereits im Vorfeld lockte THQ mit neuen Legenden und hier wurde Wort gehalten. Neben „Stone Cold“ Steve Austin, dem British Bulldog und dem Junkyard Dog befinden sich auch drei Versionen von Hulk Hogan im Spiel (NWO, 80er, 05er).
Screenshot
Hulkamania: Hulk Hogan ist gleich dreimal im Spiel vertreten.
Leider muss man hier aber Abstriche machen. So ist es unverständlich, dass Kane ein Attire mit Maske als zweites Kostüm besitzt, aber ein Hogan dreimal einzeln im Spiel auftaucht. Für die vielen Hulk-Hogan-Fans wird das aber sicherlich eine Offenbarung sein, da alle drei Hogans sehr gut gelungen sind. Die meisten Legenden mit Ausnahme vom NWO-Hogan und dem British Bulldog besitzen ihr Originaltheme und -entrance-Video und sogar für Andre the Giant, der nie ein Entrance-Video beim Einmarsch in die Halle hatte, wurde extra ein Video erschaffen. Man merkt hier deutlich, dass sich die Entwickler Mühe gegeben haben und auf die Fans gehört haben.

Sound, Grafik und Motion-Capturing
In diesem Jahr wurde zum ersten Mal für die Einmärsche der Wrestler mit Motion-Capturing gearbeitet. Die Entrances der einzelnen Superstars sind tatsächlich so realistisch wie noch nie und das kommt der ganzen Atmosphäre des Spiels zugute. Leider gibt es bei dieser ganzen Perfektion aber einige Probleme. So sind die Einzüge bei sehr vielen Superstars nicht wirklich synchron angepasst. Triple H kommt zum Beispiel viel zu früh in die Halle und Batista übergeht einfach seinen Explosionsstop, der mit dem Entrance-Lied abgestimmt wurde. Vermutlich sind das nur Feinheiten, die Zuschauern des echten WWE-Programms auffallen, jedoch sollte so etwas wirklich nicht in einer Verkaufsversion fehlen.
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