Test: WWE SmackDown! vs. RAW 2006
Wer schon bei SmackDown! vs. Raw von der grafischen Höchstgrenze der Wrestlinggames

Neue Kameraperspektiven bringen TV-Flair ins Wohnzimmer.
auf der PS2 sprach, wird schnell merken, wie sehr er sich getäuscht hat. Die Grafik von SmackDown! vs. Raw 2006 sieht einfach fantastisch aus. Noch nie zuvor sahen die Wrestler so lebensecht aus wie im aktuellen Teil des Franchise. Es ist erstaunlich, was Yuke's noch aus der recht alten Hardware herausgeholt habt. Gerade dank der nahen Kameraperspektive im Spiel erkennt man jedes Detail der Wrestler. Um den Eindruck einer echten TV-Übertragung zu erzeugen, wechselt die Kamera während spektakulärer Moves in eine TV-übliche Ansicht und zeigt das Geschehen im Ring aus dem besten Kamerawinkel.
Eine weitere Änderung gab es dieses Jahr im Soundbereich des Spiels. Während früher Submission-Moves ohne Geräusche auskamen, unterlegte man viele Aktionen der Wrestler mit zusätzlichen Sounds. Während eines Submission-Moves hört man beispielsweise realistische Sounds des Körpers. Leider sind aber nicht alle neuen Sound so gut gelungen. Geht dem Spieler die Stamina aus, so fällt er mit einem nervtötenden Geräusch zu Boden.
Ansonsten kann man über die Soundkulisse im Spiel nicht viel Negatives sagen. Die Voice-Over wurden im Gegensatz zum letzen Jahr deutlich euphorischer aufgenommen und die Fans in der Halle feuern ihre Lieblinge tatkräftig an. Das Zusammenspiel der Punkte Voice-Over und Halle funktioniert in diesem Jahr auch ohne große Probleme.
Die Wrestler besitzen mit Ausnahme von wenigen Legenden ihre Originalthemes. Sogar Wrestler wie Robert Conway, der erst seit gut vier Monaten mit einem neuen Gimmick in der WWE vertreten ist, besitzt schon sein neues Theme.
Clippingfehler und KI
Wrestler, die zur Hälfte durch die Seile gehen, und Griffe, die durch den Körper des Gegners erfolgen, sind seit Jahren nichts Neues für SmackDown!-Fans. In diesem Jahr scheint es jedoch, dass dank der aufpolierten Grafik die Clippingfehler angestiegen sind. Besonders auffällig wird dies, wenn mehr als drei Personen gleichzeitig im Ring stehen.
Die künstliche Intelligenz in diesem Jahr ist auf der einen Seite sehr gelungen und auch sehr herausfordernd, auf der anderen Seite gibt es jedoch viele neue Fehler, die den Spielspaß ansatzweise trüben.

Unschöne Clippingfehler sind leider keine Seltenheit.
Zum einen gibt es die traditionellen vier Schwierigkeitsgrade „Easy“, „Normal“, „Hard“ und „Legend“. Dazu hat der Spieler jedoch noch die Gelegenheit, über spezielle Schieberegler die CPU anzupassen. Möchte der Spieler beispielsweise erreichen, dass die CPU weniger Moves blockt, so ist auch dies einzeln einstellbar. Mit den Schwierigkeitsgraden kommen aber auch wieder altbekannte Probleme. Die KI scheint seit dem letzten Teil nicht intelligenter geworden zu sein, sondern zeichnet sich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad lediglich durch Konter aus. Wer auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad das Kontern nicht beherscht, wird vermutlich sehr große Probleme bekommen.