Test: WWF Warzone
Nach den letzten beiden, eher kläglichen Versuchen, ein Wrestlinggame im Arcade-Stil auf dem Markt zu etablieren, probiert Acclaim dies nun mit einer neuen Engine. Mit WWF Warzone steht der neuste, auf Wrestling basierende Prügler, der Edelschmiede aus Übersee in den Startlöchern. Die Erwartungen waren enorm hoch, da weder "WWF In Your House", noch "WWF Wrestlemania: The Arcade Game" die Wrestling-Gemeinde befriedigen konnte. Die Frage war jetzt nur, ob die Gebete der Fans erhört wurden, oder auf halber Strecke liegen blieben.
Schon auf den ersten Blick sieht man, dass Acclaim sich die Kritik der Fans zu Herzen genommen hat, denn die "In Your House"-Engine, wurde ad acta gelegt und für WWF Warzone wurde eine neue Engine entwickelt. Diese hat den Vorteil, dass die Arcade-Klopperei endlich ein Ende hat und das aktuelle Game, dem realen Wrestlinggeschehen entspricht. Vorbei sind die Zeiten, als Feuerbälle aus den Fäusten der Superstars schossen oder der Undertaker mitten im Kampf, einen Grabstein zückte, um denselbigen über dem Kopf des Kontrahenten zu zertrümmern. Vielmehr stehen nun die wrestlerischen Fähigkeiten im Vordergrund, was zur Folge hat, dass stupide Schlag oder Trittorgien wenig Sinn machen. Sinnvoller ist es, die komplizierte Steuerung zu erlernen und den Gegner mit knallharten Bodyslams oder Powerbombs in seine Schranken zu verweisen. Wem das Erlernen der Steuerung zu aufwendig ist, der kann sich via Movelist, die im Pausemenü aufrufbar ist, über die verfügbaren Aktionen informieren. Je nach Situation, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Gegner zu tracktieren, so ist es z.B. möglich den Widersacher in der Ringecke zu bearbeiten, oder den am Boden liegenden, weiter mit Aufgabegriffen oder Elbow-Drops an den Rand einer Niederlage zu bringen.
Nicht nur die Engine ist neu, sondern auch das Roster wurde kräftig aufgestockt. Insgesamt stehen 20, mehr oder weniger, muskelbepackte Recken der WWF, unter denen namenhafte Wrestler wie Triple H, The Undertaker oder "Stone Cold" Steve Austin sind, zur Auswahl. Leider sind die Gegner im Exhibition-Match nicht frei anwählbar, sondern werden per Zufallsgenerator ausgewählt. Frei anwählbar sind hingegen die verschiedenen Matcharten, zu denen erstmals auf der Playstation ein Käfig-Match und das sogenannte Weapon-Match zählt. Ziel im Käfig-Match ist es, als erster den Ring, der hier von einem Käfig umzäunt ist, zu verlassen. Um den Ring zu verlassen muss der Gegner allerdings erst ausreichend geschwächt werden, was im Weapon-Match auch mit verschiedenen Waffen a la Holzbrett, Fernseher oder Ringglocke möglich ist. Neben den normalen Kämpfen, besteht die Möglichkeit sich in einem Challenge-Mode gegen alle vorhandenen Wrestler durchzusetzen. Ziel dieses Modi ist es, zuerst den Intercontinental-Championgürtel und schließlich den WWF-Championgürtel zu erkämpfen.
Auch grafisch setzt die neue Engine Maßstäbe. Die Wrestler sehen den realen Akteuren verblüffend ähnlich und auch die Animationen wurden aufgrund des Motion-Capturing-Verfahrens hervorragend ins Spiel importiert. Neben der etwas misslungenen Kollisionsabfrage trübt einzig und allein die lieblose Gestaltung der Zuschauer, den Gesamteindruck. In den vorderen Reihen dienen Pappkartons als Mittel zum Zweck und in den hinteren Reihen wurden sogar ganze Zuschauertapeten verlegt.
Soundtechnisch machen die Zuschauer auch keine bessere Figur, allerdings kann ihre Unterstützung durch Anfeuerungsrufe Gold wert sein, denn immer ,wenn ihr in der Gunst der Fans steht, bekommt ihr eine Art Kraftschub, was eure Schlagkraft um ein vielfaches steigert. Lautstarken Support bekommt aber nur derjenige, der das Match abwechslungsreich und interessant gestaltet. Besonders harte oder schöne Aktionen, werden sogar von den Kommentatoren Jim Ross und dem WWF Besitzer Vince McMahon kommentiert. Positiv fällt hierbei auf, das sich der Kommentar nicht allzu oft wiederholt und dadurch einiges an Atmosphäre ins Spiel einbringt.
Zum ersten Mal in einem Wrestlingspiel der WWF, kann ein eigener WWF Superstar erstellt werden. Im "Create a Wrestler"-Mode besteht die Möglichkeit seinen eigen Wrestler von Kopf bis Fuß einzukleiden und ihn mit den entsprechenden Moves auszustatten. Neben Kleidung und Moves, darf auch die Gesichtsbehaarung, Körperumfang und die Hautfarbe festgelegt werden, was einige Stunden an Bastelspaß verspricht.
Fazit
Acclaim hat es geschafft ein Spiel zu entwickeln, dass wieder an die guten alten Zeiten auf dem Super Nintendo mit "WWF Royal Rumble" und "WWF RAW" anknüpft. Die Leidenszeit mit Spielen wie "Wrestlemania: The Arcade Game" und "WWF In Your House" ist vorbei und es darf sich auf den Nachfolger gefreut werden. Lediglich die Steuerung und der etwas einseitige Challenge Mode bleiben als Kritikpunkt festzuhalten.
| Wertung: WWF Warzone |
| Hersteller |
Acclaim |
| Entwickler |
Acclaim |
| System |
   |
| Altersfreigabe |
ab 12 |
| Umfang |
10+ Wrestler |
| Grafik |
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| Sound |
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| Gameplay |
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| Singleplayer-Spielspaß |
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| Multiplayer-Spielspaß |
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Pro Create a Wrestler Mode -
Gute Grafik -
Witziger Kommentar - |
Contra - komplizierte Steuerung
- Kollisionsabfrage |
| 6.5/10 |
| Mit WWF Warzone gelingt Acclaim endlich ein ordentliches Wrestlinggame für die Playstation. Gute Grafik und guter "CaW"-Mode sind hierbei die Säulen des Erfolges. |