WG bei THQ:WWE '13 angespielt!

Wie auch in den letzten Jahren lud uns THQ wieder rund 4 Wochen vor Release des neuesten WWE Videospiel Ablegers nach Krefeld ein, um selbst Hand anlegen zu dürfen. Forenuser Robin (R0ß50N) und Moderator Dennis (D2K) nahmen in diesem Jahr den Weg ins Ruhrgebiet auf. Dennis wurde vom ehemaligen Administrator Thomas (goldenarmz) begleitet und bei THQ traf man auch einige bekannte Gesichter aus den letzten Jahren wieder, natürlich auch die THQ-Mitarbeiter Andrè und Carsten. Hier noch einmal vielen Dank für die Einladung. Gameplay Anfangen möchte ich mit dem Gameplay, denn hier hat sich im Vergleich zum letzten Jahr (leider) nicht viel getan. Angekündigt wurde uns eine Verbesserung der Predator-Engine, die „Predator Engine 2.0“. Im Spiel selbst wurde davon leider nicht viel spürbar. Clipping-Fehler sind reduziert worden, die Ringseile biegen nicht mehr unrealistisch auseinander aber das wars dann auch schon an spürbaren Verbesserungen. Vielleicht machen sich andere Veränderungen nach längeren Spielzeiten bemerkbar, in den knapp 5 Std., die wir das Spiel antesten durften, fiel jedoch nichts weiter auf.

Catch him, OMG!

Vom eigentlichen Gameplay abgrenzen möchte ich hier die "OMG! Momente" und die "Catch Finisher", die beide erstmalig ihren Weg ins Spiel gefunden haben und bereits bekannt sind. Der bekannteste OMG! Moment dürfte das Zusammenbrechen des Ringes sein, wenn man einen Superplex mit 2 Big-Men vom obersten Ringseil gezeigt hat. Dies ist allerdings nur in 1 vs. 1 Matches möglich. Handelt es sich nicht um 2 Big-Men, so zeigt man als OMG! Moment einen Suplex nach draußen. Weitere OMG! Momente haben wir schon herausgefunden, wollen euch aber die Überraschung nicht ganz verderben. Damit solche Momente nicht zu oft auftauchen, benötigt man für einen OMG! Moment 3 gespeicherte Finisher. Die Catch Finisher sehen verdammt schick aus, sind aber sehr vom Timing abhängig. Man benötigt einen gespeicherten Finisher und der Gegner muss einen Move vom obersten Seil machen. Drückt man nun im passenden Moment die Finisher Taste und hat der eigene Superstar einen Catch Finisher, so landet man z.b. mit Randy Orton einen RKO gegen den anfliegenden Gegner.

WWE LIVE

Hier handelt es sich um ein komplett neues Feature, welches uns vor dem Anspielen anhand von Carsten Lenerz (THQ Public Relations) veranschaulicht wurde. Die Stimmung in der Halle soll nun so rüberkommen, wie wir sie aus dem TV kennen, dafür wurden extra alle Sounds neu aufgenommen. Je nach Länge des Matches und Intensität der Moves sollen die Fans nun lauter agieren, es sollen „Fangesänge“ angestimmt werden und bereits beim Entrance der Superstars soll man hier das Gefühl haben, „live“ bei einer WWE Veranstaltung dabei zu sein. Anhand des Beispiels eines Finishers merkte man deutlich, dass die Fans hier lauter reagierten als noch bei einem normalen Move zuvor. An den Anspielstationen konnten wir dies leider nicht genau bemerken, da zeitgleich ja auch noch knapp 10 andere TV-Geräte liefen. Laut Carsten Lenerz soll dieses Gefühl am besten Zuhause mit einer Dolby-Surround-Anlage rüberkommen. Wir sind gespannt!

One on One

Unser Hauptaugenmerk lag neben dem Erkunden der neuen Features auch auf dem Gameplay im One on One, also 2 Personen vor der Konsole gegeneinander. Und hier hatten wir auch eindeutig den meisten Spaß. Im Vorfeld fiel mehrfach die Frage, ob das Kontern noch genauso einfach wäre wie im Vorjahr. Hier kann man eindeutig JA sagen. Aber ist das schlecht? Nein, jedenfalls nicht wenn es gegen einen menschlichen Gegner geht. Hier hatten wir tolle, spannende Matches, Finisher wurden gekontert, der andere erhielt daraufhin sofort einen Finisher, dieser wurde auch wieder gekontert. Gleiches bei den Pins.. bei Einrollern hat man nicht nur die Möglichkeit, sich aus dem Pin zu befreien sondern diesen Pin zu kontern und den Gegner einzurollen. Hier schafften wir es bei einem Versuch ca. 6 mal, den jeweiligen Pin zu kontern. Was sich vielleicht ein wenig übertrieben anhört, war vor dem Bildschirm Spannung pur.

Attitude Era

Die Attitude Era, von vielen die beste Zeit der WWE genannt, soll das Hauptaugenmerk in WWE`13 darstellen. Der gleichnamige Modus ersetzt in diesem Jahr den bisherigen „Road to Wrestlemania“ Modus und bietet über 60 Matches aus der Zeit von 1998 bis 2001, eben jene Zeit, in der Stars wie Stone Cold Steve Austin oder auch the Rock geboren wurden. Diese beiden bilden auch 2 der 6 nachspielbaren „Storylines“. In Krefeld war von diesen 6 nur die erste Storyline freigeschaltet, hier durfte man die Degeneration X nachspielen. Zu viel verraten wollen wir hier nicht, lobenswert ist jedenfalls schon mal der Intro-Trailer des Attitude Era Modus. Dieser wurde uns vorab schon auf einer großen Leinwand gezeigt und so ziemlich jeder Teilnehmer im Raum war begeistert, wahrscheinlich auch weil hier Kindheitserinnerungen wieder hochkamen. Und genau das soll auch in diesem Modus durch das Erreichen verschiedener Ziele in den Matches weiter belohnt werden, so gibt es zig Screenshots und Videos zum Freispielen. Natürlich auch wieder freischaltbar sind diverse Superstars, Classic Title Belts und alternative Attires. Über 100 freischaltbare Objekte gibt es dieses Mal und können in einem separaten Menü schon vorab eingesehen werden inklusive Beschreibung, in welchem Modus das jeweilige Objekt freigeschaltet werden kann.

Universe Mode 3.0 – oder auch WWE Welt

Der Universe Mode, in der deutschen Version „WWE Welt“ genannt, ist nun bereits zum dritten Mal in einem WWE Spiel vorhanden und um diesen Modus drehten sich wohl auch die meisten Fragen vorab dieses Events. So viel kann man bereits sagen: Es wurde auf die Wünsche der Fans gehört und es wurden eine Menge sinnvoller Neuerungen und Ergänzungen mit in den Modus genommen. Man kann nun seinen eigenen Brand erstellen, diesem ein eigenes Logo vergeben, den Tag der Wochenshows festlegen, diese Wochenshows auch nach Belieben umändern, gleiches gilt für die Pay-Per-Views. Für letztere kann man ein bestimmtes „Theming“ vorgeben, sei es ein Main Event mit einem Last Man Standing Match, einem Handicap Match, einem Royal Rumble Match oder im Stile der Survivor Series. Lediglich den King oft he Ring Modus haben wir hier vermisst.

Eine weitere lang gewünschte Neuerung ist der Statistik Bereich. Hier kann man einsehen, wie oft ein jeweiliger Superstar bereits einen Titel hielt und sogar, über wie viele Wochen die Regentschaften hielten. Angekündigt wurden für diesen Modus weit über 100 neue Cutszenen und Storylines. Letztere dürfen nun während der Cutszenes durch verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten weiter vorangetrieben werden. Man kann z.b. auswählen, ob man lieber Gegner A oder Gegner B attackieren möchte oder aber lieber den Rückzug antritt und den Konflikt vermeidet. Wir haben in Krefeld knapp 5 Shows angespielt, hier kam es leider zu keinen Cutszenen. Interessant ist auch, dass man nun in den Optionen diverse Storylines abschalten kann, so z.b., ob sich neue Tag Teams finden oder auch wieder trennen.

Der König der Statistiken gibt auf

Wo wir gerade schon bei Statistiken waren: Für Freunde von Zahlen und Tabellen gibt es im Optionsmenü des Spiels nun einen netten Statistikteil. Hier kann man sehen, wie oft Matchart XY schon gespielt wurde, welcher Superstar die meisten Siege eingefahren hat oder aber auch wie viele Tische man schon zerstört hat.

An Matcharten hat der neue WWE Ableger dieses Jahr ganze 3 „neue“ zu bieten. Neu in Anführungsstrichen, weil diese alle schon mal in WWE Spielen vorhanden waren. Angefangen beim King oft he Ring Turnier, welches wahlweise mit 4-16 Superstars bestritten werden kann. Beim Erstellen des Turniers kann man auswählen, ob es normale On on One Matches werden sollen, aber auch Cage Matches oder Extreme Rules Matches stehen zur Auswahl. Nach Beginn des Turnieres kann man durch den Match Creator die Feinheiten der Regeln noch ein wenig verändern. Hier hat sich im Vergleich zum Vorgänger jedoch nichts getan. Neu sind lediglich die alten Steel Cages in blau und in schwarz.

Die 2. „neue“ Matchart, von vielen seit Jahren gewünscht, ist das Special Referee Match. Endlich darf man wieder den Unparteiischen spielen. Ob man dann jedoch wirklich unparteiisch ist, bleibt jedem für sich selbst überlassen. Eine Leiste unterhalt des Ringrichters hindert einem daran, zu sehr Partei für einen Superstar zu ergreifen. Sollte diese Leiste einmal komplett leer sein, kommt der ehemalige „Senior Vice President of Talent Operations“ John Laurinaitis mit einem Ersatz-Ringrichter zum Ring und ersetzt den eigenen Ringringer-Superstar. Gefüllt werden kann diese Leiste jedoch durch Taunts und korrektes Verhalten. Sollte man selbst einmal auf die Nase bekommen, kann man den jeweiligen Superstar direkt qualifizieren. Auch das schnellere Anzählen bei Pins und Count Outs ist wieder mit im Spiel. Da alle guten Dinge meist Drei sind, haben wir noch das „I Quit“ Match zurückbekommen. Sollte der Gegner in dieser Matchart einmal auf dem Boden liegen, kann man der Knopfdruck den Ringrichter anfordern, um den Gegner nach den 2 wichtigen Worten zu fragen. Hier kommt für den am Boden liegenden Superstar ein Minispiel zum Zuge, wie wir es vom Aufgabe-System gewohnt sind. Man muss einen sich bewegenden Strich in einem markierten Bereich zum Stoppen bringen. Mit einem gespeicherten Finisher kann man sich jedoch sofort „befreien“.

Eine kurze Notiz noch zu den Titel-Matches im Exbibition Modus: Hier gibt es nun eine eigene Kategorie "Title Matches", die man vorab aufrufen muss. Nun sucht man sich zuerst den Titel aus, um den es gehen soll, erst danach werden Matchart und Teilnehmer ausgesucht. Die Titel können im Optionsmenü auch auf "Vakant" gestellt werden. Multi-Title-Matches sind weiterhin möglich.

Ich bau mir meine eigene Halle

Die diversen Create-Modi in den WWE Spielen sind für viele das eigentliche Herzstück des Spiels, kann man hier immerhin Superstars nachbauen, die es nicht ins Spiel geschafft haben, seine eigenen Finisher erstellen und seit neuestem auch eigene Logos kreieren und eigene Ringe designen. Der Create an Area Mode wurde dieses Jahr ausgebaut, nun darf man auch die dazu passende Entrance Stage bearbeiten. Und hier steht eine Menge an Auswahlmöglichkeiten bereit, so unter anderem die bekannte Smackdown Faust oder auch der Eingangs-Bereich diverser älterer PPVs wie „Rock Bottom“. Farblich kann hier alles angepasst werden, auch der Hallenboden Richtung Ring oder aber auch die Beleuchtung. Möchte man die Größe der Arena ändern, stehen einem hier 6 verschiedene Auswahlmöglichkeiten parat (klein, mittel, groß, Turnhalle, 2x Open Air). Sollte es dieses Jahr keine Probleme mit den Servern geben, kann man sich sicherlich wieder tolle Kreationen online herunterladen.

9. Oktober 2012 - 9:16 Uhr | Daniel E-Mail