In Your House - Die Retro Kolumne:WWF Superstars 2 - Cagematch Action auf dem Gameboy

geschrieben von Penker

Eigentlich wollte ich mich in dieser Ausgabe mit einem anderen Game befassen. Da es aber doch etwas länger dauert es durchzuspielen und ich aber trotzdem Lust habe was zu schreiben dachte ich mir, dass ich derweil ein anderes Spiel dazwischenschiebe. WWF Superstars 2 war das erste Wrestling-Game für den Gameboy, das ich damals gezockt habe.

Der erste Teil war mir entgangen, weshalb ich beide Spiele persönlich nicht wirklich miteinander vergleichen kann. Sei es drum…

Wer sich etwas mit der Videospiel-Historie auskennt und mit dem Namen „LJN“ vertraut ist der weiß, dass es meist kein gutes Zeichen ist, wenn diese drei Buchstaben auf einer Spiele-Verpackung stehen.
Allerdings muss ich zugeben, dass mich damals als Kind alleine das Intro von Superstars 2 schon völlig begeistert hat.
Im Hintergrund sieht man den Startbildschirm und im Vordergrund kommt der Hulkster angelaufen und haut Jake „The Snake“ Roberts mit einem wuchtigen Dropkick um. Super Einstieg.


Schon im Intro geht es zur Sache, Brother.

Während das Roster mit sechs Wrestlern (Hulk Hogan, The Undertaker, Macho Man, Sid, The Mountie & Jake Roberts) recht klein ausfällt findet man den Spielspaß eher in Modi.
Das große Feature war zum Beispiel, dass man (im Gegensatz zum Vorgänger) zum ersten Mal auf dem Gameboy ein Cagematch bestreiten konnte.
Hier hat man die Möglichkeit den Kampf entweder per Pin zu beenden oder man klettert für 3 Sekunden (dabei muss der Gegner am Boden liegen) auf den Käfigrand.
Für damalige Verhältnisse (1992) war das schon ziemlich cool. Genauso wie die Möglichkeit Tag Team Matches zu bestreiten.


Ein neues Feature waren die Cagematches.

Das Einzige was mich immer ärgerte war, dass die Gegner automatisch ausgewählt wurden.
Ob nun Singles-, Tag Team-, oder Cagematch. Dann musste ich den Gameboy gefühlt zehnmal neustarten, um endlich den Undertaker gegen Hulk Hogan im Cagematch zu haben.
Zusätzlich gab es noch einen „Tournament Mode“. Hier musste man praktisch das komplette Roster besiegen, um am Ende WWF Champion zu werden.
Da das Roster wie erwähnt sehr klein ist, dauert das Durchspielen etwa 15 Minuten.
Wer danach immer noch nicht genug hatte, der konnte auch gegen seine Freunde antreten. Sofern man denn eine zweite Kopie des Spiels sowie ein Kabel hatte, um die Gameboys miteinander zu verbinden.


Tag Team Wrestling steht ebenfalls auf dem Programm.

Abgesehen vom Intro und den Cagematches waren die MIDI-Themes der einzelnen Wrestler mein Highlight.
Bevor ein Match startet sieht man den Wrestler, hört dessen Theme und bekommt noch eine Textbox mit der Ansage des Ringsprechers. Im Grunde nur kleine Details, aber die Präsentation hat mir schon damals gut gefallen.

Auch vom Aussehen her heben sich die Charaktere deutlich voneinander ab und man erkennt jeden einzelnen.
Leider ist das Moveset ein Schwachpunkt des Spiels. Man kann zwar so einige Manöver zeigen (sogar vom Top Rope), allerdings haben alle das identische Set. Zumindest ist mir bis heute nicht bekannt, dass das Game irgendwelche Special Moves oder Finisher beinhaltet.
Man kann sowohl innerhalb als auch außerhalb des Ringes kämpfen. Die Steuerung ist einfach gehalten und funktioniert auch heute noch recht gut.

Kleiner Tipp..wenn eure Energieleiste fast aufgebraucht ist, dann drückt SELECT. Dadurch wird sie wieder etwas aufgefüllt. Das habe ich aber auch erst rausgefunden, als ich das Spiel schon mindestens zehnmal durch gezockt hatte.

Fazit:
Wenn ich doch mal wieder den Gameboy raus krame (was so 2-3 mal im Jahr passiert), dann lege ich WWF Superstars 2 immer wieder gerne ein. Es ist sehr kurzweilig und gerade wegen der Cage-, und Tag Team Matches zocke ich es heute noch gerne.
Es ist irgendwie so das richtige Spiel, wenn man zwischen Weihnachtsessen und Bescherung noch 30 Minuten überbrücken muss.

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2. September 2018 - 16:07 Uhr | Benny E-Mail