In Your House - Die Retro Kolumne:Saturday Night Slam Masters - Final Fight meets Street Fighter meets Pro Wrestling!

geschrieben von Penker

In der 7. Ausgabe der Retro-Kolumne möchte ich über ein Game reden, das vielleicht nicht jeder hier kennt. Die Rede ist von "Saturday Night Slam Masters" für den Super Nintendo.
Ich bin auch eher wieder durch Zufall auf dieses Spiel gestoßen und obwohl ich erst dachte, dass man darüber vielleicht nicht soviel schreiben kann, möchte ich SNSM trotzdem nicht unerwähnt lassen.

Der Hauptgrund, warum ich Saturday Night Slam Masters für die Retro-Kolumne gewählt habe, sind die (zwar wenigen) aber interessanten Charaktere.
Da hätten wir zum einen den aus Final Fight bekannten Mike Haggar. Je nach Version (japanisch oder englisch) verkörpert er hier den aktuellen bzw. ehemaligen Bürgermeister von Metro City.
Sein Gegenpart und Haupt-Antagonist ist Scorpion (seines Zeichens Anführer der Blood Professional Wrestling Association).
Außerdem ist auch Mike Haggar's Tochter Jessica als non-playable-character im Spiel enthalten.


Die markanten Sprüche vor und nach jedem Match dürfen nicht fehlen.

Für einige Charaktere hat man sich Inspiration bei echten Wrestlern gesucht. Alexander The Grater basiert auf Big Van Vader, was man vor allem bei seinem Entrance gut erkennt.
El Stingray zum Beispiel erinnert stark an das Blue Blazer Gimmick von Owen Hart. Tatsächlich basiert er aber auf dem mexikanischen Luchador Lizmark.
Und bei The Great Oni hat man sich The Great Kabuki als Vorlage genommen.


Victor Ortega - Imposant im Intro, aber leider kein spielbarer Charakter.

Fun Fact - Bevor die selbstablaufende Demo am Anfang des Spiels startet, erhaltet ihr noch Steckbriefe mit Infos zu den jeweiligen Wrestlern.

Der Bezug zum Street Fighter Universum kommt immer wieder auf.
Titanic Tim ist beispielweise der ehemalige Tag Team Partner von Birdie.
Gunloc wird nachgesagt, dass er mit Guile aus Street Fighter II verwandt ist.
Im Street Fighter: The Movie Arcade Game wird dann erwähnt, dass er sogar Guile's Bruder ist.
Ob und wie das Alles Sinn ergibt sei erstmal dahin gestellt. Interessant ist die Vermischung beider Universen aber dennoch.


Erinnert stark an den Blue Blazer.

Was mir (in Anbetracht der damaligen Zeit) sehr gut gefallen hat, waren die Entrances der Wrestler.
Bei den meisten Games aus dieser Zeit startete das Geschehen direkt im Ring.
Hier hat man allerdings jedem Charakter einen eigenen Einzug und Musik spendiert. Sehr nice.


Die markanten Sprüche vor und nach jedem Match dürfen nicht fehlen.

Zum Gameplay kann man sagen, dass es gut von der Hand geht und relativ einfach gehalten ist.
Die Matches sind vom Tempo her sehr flott. In der Regel dauert ein Kampf zwischen 1 und 2 Minuten. 
Jeder Wrestler verfügt zudem über ein eigenes Move-Set wodurch es sich lohnt, alle Charaktere zumindest einmal auszuprobieren.

Natürlich könnte man auch einige Sachen bemängeln.
Es gibt nur acht spielbare Charaktere, zwei Spielmodi (Single und Team Battle) und einige Wrestler wie Victor Ortega oder Scorpion (zumindest am Anfang) sind leider nicht spielbar.
SNSM versucht aber auch gar nicht die Messlatte höher zulegen, sondern will gefühlt auch nur ein kurzweiliges Spiel sein, das man immer mal wieder einlegt.
Und das funktioniert in meinen Augen recht gut.

Fazit:
Für Wrestling Fans mag es vielleicht auf den ersten Blick nichts besonderes sein, aber dieser Mix aus Street Fighter, Final Fight und Pro Wrestling hat doch das gewisse Etwas.
Wer allerdings ein originales Modul und sogar die Verpackung haben möchte, muss mittlerweile sehr tief in die Tasche greifen.
Wem 50-150€ zu teuer sind, der sollte aber auf jeden Fall auf dem Emulator mal reinspielen und sich dieses Kuriosum nicht entgehen lassen.
Die Story und die Charaktere sind es allemal wert.

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2. Dezember 2018 - 21:34 Uhr | Benny E-Mail